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BRAIN DAY 2024

 Header der Brain Day Seite. Fotocollage aus Text, einem gezeichneten Gehirn und dem Kopf einen Frau, die das Gehirn anschaut und lächelt. Im Text steht das Datum des Brain Days: 18.9.2024, 13 bis 17 Uhr.

Einblicke in eine faszinierende Welt - darum geht es einmal pro Jahr an der Ruhr-Universität Bochum, wenn die Neurowissenschaftler*innen zum BRAIN DAY ins Veranstaltungszentrum einladen.
Ein Tag im Zeichen der Bochumer Neurowissenschaften mit Vorträgen, Informationen und Mitmachaktionen. Alle Besucher*innen sind eingeladen zu schauen, zu hören, zu fühlen, nachzufragen und mitzumachen.

Anmeldung

Die Teilnahme am BRAIN DAY ist kostenfrei.
Um Anmeldung wird gebeten unter: brain-news-igsn@rub.de oder Telefon: 0234 32-26603 (Montag bis Donnerstag, 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr)

Programm

13:00 Uhr
Foto von einem anatomischen Modell des menschlichen Kopfes
Beginn des Rahmenprogramms

13:30 Uhr
Profilbild von Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan, eine Frau mit langen schwarzen Haaren, blauen Augen und roten Lippen
Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan
Willkommen & Eröffnung

Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan
Prorektorin Struktur, Strategie und Planung, Ruhr-Universität Bochum
Direktorin der International Graduate School of Neuroscience (IGSN) & Sprecherin des Research Department of Neuroscience (RDN), Ruhr Universität Bochum


13:45 Uhr
Profilbild von PD Dr. Veronika Matschke, eine Frau mit mittellangen dunkelblonden Haaren, blauen Augen und einer weißen Bluse mit rosefarbener Jacke
PD Dr. Veronika Matschke
Bewegung im Fokus:
Wie das motorische System funktioniert und was bei Amyotropher Lateralsklerose (ALS) passiert

Das motorische System – ein Meisterwerk der Biologie, das uns ermöglicht zu greifen, zu gehen und zu tanzen. Doch was passiert, wenn dieses fein abgestimmte System durch Krankheiten wie die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) beeinträchtigt wird? Entdecken Sie, wie der Verlust von motorischen Neuronen unsere Bewegungsfähigkeit beeinträchtigt und erkunden Sie die neuesten Forschungsergebnisse, die die Rolle von oxidativem Stress und die Schwierigkeiten bei der Neutralisierung von freien Radikalen beleuchten. Erfahren Sie, wie Wissenschaft und Forschung daran arbeiten, das Fortschreiten von ALS zu verstehen und zu bekämpfen.
(PD Dr. Veronika Matschke, Nachwuchsgruppe „Molekulare und Strukturelle Neurodegeneration“, Institut für Anatomie, Abteilung für Cytologie“, Medizinische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum)


14:15 Uhr
Profilbild von Prof. Dr. Markus Reichert, ein Mann mit kurzen braunen Haaren und einer Brille
Prof. Dr. Markus Reichert
Bewegung stärkt die Psyche:
Wie körperliche Alltagsaktivitäten unsere Stimmung beeinflussen

In Bewegung zu sein stärkt nicht nur unsere körperliche Gesundheit, sondern auch unsere Psyche. Ob Treppensteigen, Sitzunterbrechungen, oder Joggen – der Vortrag zeigt neuronale Mechanismen auf, die körperlichen Alltagsaktivitäten zugrunde liegen. Dabei geht es insbesondere um den Zusammenhang von Bewegung mit Wohlbefinden und psychischer Gesundheit. Die vorgestellten Arbeiten nutzen Methodenkombination aus den Systemischen Neurowissenschaften, der Sportwissenschaft, dem Ambulanten Assessment, der Geoinformatik, und der Epidemiologie, das heißt z.B. elektronische Tagebücher auf Smartphones, mobile Bewegungssensoren und funktionelle Magnetresonanztomografie.
(Prof. Dr. Markus Reichert, eHealth und Sports Analytics, Fakultät für Sportwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum)


14:45 Uhr
Foto von einem anatomischen Modell des menschlichen Kopfes
Rahmenprogramm & Kaffeepause

16:00 Uhr
Profilbild von Prof. Dr. Stephanie Joachim, eine Frau mit langen braunen Haaren, blauen Augen und roten Lippen
Prof. Dr. Stephanie Joachim
Das Glaukom:
Wie ein hinterhältiger Dieb unser Sehvermögen stehlen kann

Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine der häufigsten Erblindungsursachen weltweit. Diese schmerzlose und schleichend verlaufende Erkrankung führt zu einem dauerhaften Sehverlust, welcher letztlich zur Erblindung führen kann. Es kommt beim Glaukom zum Absterben von Nervenzellen der Netzhaut. Hierfür sind bestimmte Risikofaktoren, wie ein fortgeschrittenes Alter oder ein hoher Augendruck bekannt, und doch ist die Krankheit noch nicht vollständig verstanden. Es werden mögliche Entstehungswege der Erkrankung vorgestellt.
(Prof. Dr. Stephanie Joachim, Experimental Eye Research Institute, Universitäts-Augenklinik, Knappschaftskrankenhaus, Ruhr-Universität Bochum)


16:30 Uhr
Foto von Prof. Dr. Martin Brüne mit seinem Hund auf dem Arm.
Prof. Dr. Martin Brüne
Von Tieren und Menschen:
Die tiergestützte Psychotherapie

Tiere haben für Menschen schon immer eine besondere Rolle gespielt. Dies klingt nach einer Binsenweisheit, sind wir doch streng genommen auch "nur" eine besondere Gattung Tier. Abgesehen von Tieren als Nahrungsquellen sind bestimmte Tierarten zu unseren stetigen Begleitern geworden, vor allem, weil wir ganz besondere Bindungen zu ihnen entwickelt haben.
Das hat einen guten Grund: Wir Menschen sind soziale Tiere, daher verstehen wir uns mit anderen sozialen Tieren besonders gut.
Für Menschen mit psychischen Erkrankungen kann die soziale Bindung in vielfältiger Hinsicht genutzt werden. Tiere tun Menschen nicht absichtlich psychisch weh, sie sind immer ehrlich und direkt und können sogar Stimmungen bei Menschen erspüren und zurückmelden, oft noch bevor sich die betroffenen Menschen ihrer Gefühle bewusst sind. Tiere können daher sehr hilfreich sein, therapeutisches Arbeiten zu erleichtern, manchmal sogar erst zu ermöglichen. Diese Aspekte sollen unter Berücksichtigung der neurowissenschaftlichen Forschung im Beitrag beleuchtet werden.
(Prof. Dr. Martin Brüne, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin, Medizinische Fakultät, LWL-Universitätsklinikum Bochum)

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Mitmachaktionen


Kommen Sie mit den Neurowissenschaftler*innen der Ruhr-Universität Bochum ins Gespräch:

Lassen Sie ihr Gehirn stimulieren! Mit Methoden der nicht-invasiven Hirnstimulation können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung Hirnaktivität von außen auslösen und so verschiedene Bewegungen hervorrufen und Wahrnehmungen erzeugen. Probieren Sie selbst aus, wie sich diese Stimulation anfühlt.

Forschungsmethoden "greifbar" machen: Die Mitarbeiter*innen aus dem Bereich der Sozialen Neurowissenschaft zeigen Ihnen, wie Gehirnaktivität mit dem Verfahren der funktionalen Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) aufgezeichnet wird. Erleben Sie Ihr eigenes Gehirn „in Bewegung“ und erfahren Sie, wie fNIRS die Forschung zu Einsamkeit und sozialer Interaktion unterstützt.

Jonglieren ist eines der diesjährigen Angebote der Fakultät für Sportwissenschaft. Die rechte und linke Hälfte des Gehirns sind durch ungefähr 200 Millionen Nervenleitungen miteinander verbunden. Durch das Jonglieren werden diese Leitungen aktiviert. Jonglieren steigert schon nach wenigen Minuten die Konzentrationsfähigkeit und macht wacher, kann aber auch Stresshormone abbauen. Versuchen Sie es selbst – mit zwei oder drei Bällen, oder vielleicht auch mit sechs Bällen zu zweit.

Zudem auf dem Programm der Sportwissenschaftler: Von technischen Hürden bis zu riesigen unberührten Datenmengen – der technische Fortschritt erweitert stetig die Möglichkeiten zur Erfassung von Bewegungsdaten im alltäglichen Leben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler machen mit interaktiven Beispielen die Prinzipien und  Methoden der Alltagsdatenerfassung erlebbar.

Wo liegen eigentlich Hippocampus, Cerebellum oder Hirnanhangdrüse? Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Anatomie, Abteilung Cytologie, helfen Ihnen, sich im Gehirn zurechtzufinden. Erforschen Sie das erstaunlichste menschliche Organ unter dem Mikroskop oder anhand von Exponaten und Schaubildern.

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Präsentation der Selbsthilfegruppen


Anreise

Anreise ÖPNV: U 35 Haltestelle Ruhr-Universität, Eingang durch die Mensa, mit dem Fahrstuhl in die Ebene 04
Download ausführliche Wegbeschreibung hier.

Anreise PKW: über Universitätsstraße, Parkhaus P9, Wegweisern folgen.

Allgemeine Hinweise zur Anreise zur Ruhr-Universität Bochum hier.

Mit Veranstaltungen wie dem BRAIN DAY lassen die Neurowissenschaftler*innen der RUB die Öffentlichkeit an ihrer Forschung teilhaben. Die Veranstaltung gilt als Forum der Begegnung, zum regen Austausch zwischen Patient*innen, Forscher*innen, Ärzt*innen und allen interessierten Gästen.

Ausrichter des BRAIN DAYs ist die International School of Neuroscience (IGSN). In 2024 wird sie hierbei erneut unterstützt vom Research Department of Neuroscience der Ruhr-Universität Bochum.